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Veröffentlicht am 9. Juli 2026

Wer nicht sichtbar ist, wird nicht gefunden. Wer nicht gefunden wird, ist weg vom Markt.

Hand aufs Herz: Wann haben wir das letzte Mal jemanden nach dem Weg gefragt? Wahrscheinlich ist es schon eine Weile her. Heute fragt man Google. Oder ChatGPT. Oder irgendeine andere KI. Und genau darin steckt eine riesige Veränderung für den Tourismus.

Früher genügte eine schöne Homepage. Heute muss sie schnell sein, sicher funktionieren, auf dem Handy perfekt aussehen und ihre Inhalte so aufbereiten, dass sie nicht nur Menschen verstehen, sondern auch künstliche Intelligenz. Klingt kompliziert? Ist es manchmal auch. Aber genau deshalb beschäftigen wir uns in der Tourist-Information schon seit Jahren intensiv mit diesem Thema.

In der Tourist-Information steht das Thema KI momentan ganz weit vorne und wir denken bereits den nächsten Schritt weiter. Gemeinsam mit unseren Framework-Partnern schaffen wir momentan die Grundlagen, damit künftig intelligente Suchassistenten direkt auf unserer Website individuelle Fragen beantworten können. Das klingt nach Zukunft – ist aber längst Gegenwart.

Auch bei der digitalen Gästekarte bewegt sich einiges. Der Chiemgau Tourismus arbeitet derzeit gemeinsam mit erfahrenen Entwicklern an einem Chiemgau Pass. Vorbild ist der erfolgreiche Allgäu-Walser-Pass. Dabei geht es längst nicht mehr nur um eine digitale Kurkarte. Ziel ist eine komfortable Lösung, die Informationen, Leistungen und Erlebnisse einfach bündelt und den Aufenthalt für unsere Gäste noch angenehmer und effizienter macht.

Und dann wären da noch die sozialen Medien.

Facebook, Instagram, YouTube oder TikTok sind heute keine Spielerei mehr. Sie sind Schaufenster, Visitenkarte und oft der erste Eindruck, den ein Gast von einem Urlaubsort bekommt. Bilder, Videos und kurze Geschichten entscheiden innerhalb weniger Sekunden darüber, ob Interesse entsteht oder weitergescrollt wird. Warum dieses Thema so wichtig ist und welche Rolle dabei jeder einzelne Gastgeber spielt, heben wir uns allerdings für eine der nächsten Kolumnen auf.

Eines möchte wir in dieser Ausgabe aber heute schon mitgeben: Digitalisierung ist keine Aufgabe der Tourist-Information allein. Jeder Gastgeber, jeder Verein, jeder Betrieb und jeder Veranstalter trägt dazu bei, wie sichtbar Reit im Winkl im Internet ist. Aktuelle Informationen, gute Bilder, ehrliche Bewertungen und die Bereitschaft, Neues auszuprobieren, sind heute genauso wichtig wie Gastfreundschaft vor Ort.

Bereits 2019 begannen die ersten Planungen für eine komplett neue Website. Schnell wurde klar: Warum sollte jeder Ort das Rad neu erfinden? Gemeinsam mit dem Chiemgau Tourismus und weiteren Orten entstand deshalb die Idee eines gemeinsamen technischen Fundaments – eines sogenannten Frameworks. Reit im Winkl war mit wenigen anderen „Mutigen“ 2021 bei den ersten Destinationen dabei, die damit online gingen. Inzwischen arbeiten zahlreiche Orte im Chiemgau auf derselben technischen Basis zusammen.

Das Besondere daran: Jeder Ort bleibt einzigartig. Eigene Farben, eigene Geschichten, eigene Bilder, eigene URL. Gleichzeitig profitieren alle von einer gemeinsamen Datenbank, gemeinsamen Weiterentwicklungen und einem intensiven Wissensaustausch. Öffnungszeiten, Veranstaltungen, Wanderungen oder Sehenswürdigkeiten können unkompliziert miteinander verknüpft werden. Das spart Zeit, erhöht die Datenqualität und reduziert langfristig Kosten.

Doch die digitale Welt dreht sich weiter – und zwar schneller denn je.

Während Suchmaschinen früher Besucher auf unsere Website geschickt haben, beantworten KI-Systeme viele Fragen inzwischen direkt selbst. Wer heute fragt: „Welche Familienwanderung eignet sich in Reit im Winkl mit Kinderwagen?" bekommt die Antwort oft, ohne überhaupt eine Website aufzurufen. Genau deshalb verändern sich die Spielregeln.

Ein neues Schlagwort heißt Generative Engine Optimization (GEO). Dahinter steckt die Aufgabe, Inhalte so aufzubereiten, dass sie von KI-Systemen gefunden, verstanden und richtig eingeordnet werden. Dafür werden unsere Daten derzeit bis ins kleinste Detail strukturiert, verschlagwortet und thematisch geclustert. Ziel ist es, künftig nicht nur bei Google sichtbar zu sein, sondern auch dort, wo Gäste ihre Fragen morgen stellen werden. Seid mal ehrlich: wer von euch promptet denn mittlerweile schon ChatGPT, wenn es um die eigene Urlaubsplanung geht oder darum, das beste Restaurant in einer unbekannten Stadt ausfindig zu machen?

 

Unser Ziel ist klar: nicht erst reagieren, wenn andere längst voraus sind, sondern Entwicklungen aktiv mitgestalten. Wir wollen vorne mit dabei sein, voneinander lernen und gemeinsam die Chancen nutzen, die uns die Digitalisierung bietet. Denn: Wer nicht sichtbar ist, wird nicht gefunden. Wer nicht gefunden wird, ist weg vom Markt.

Zum Schluss noch eine Einladung: Digitalisierung funktioniert nicht im Alleingang. Sie lebt vom Mitmachen, vom Austausch und von starken Partnerschaften. Deshalb freuen wir uns über jeden Vermietungsbetrieb, jede Skischule, jeden Gastronomiebetrieb, Freizeitanbieter, Verein und Dienstleister, der gemeinsam mit uns an seiner digitalen Sichtbarkeit arbeiten möchte.

Sie möchten Ihr Angebot auf unserer Website präsentieren, Ihre Daten aktualisieren, Veranstaltungen einpflegen, Ihre Bilder verbessern oder überlegen, wie Sie Gäste online besser erreichen? Dann kommen Sie gerne auf uns zu. Gemeinsam finden wir Möglichkeiten, Ihr Angebot optimal einzubinden und die digitale Präsenz von Reit im Winkl als Ganzes weiter zu stärken.

Am Ende profitieren wir alle davon: Gäste finden schneller die passenden Angebote, Betriebe gewinnen an Sichtbarkeit und Reit im Winkl präsentiert sich als starker, moderner und vernetzter Urlaubsort. Wir freuen uns auf den Austausch – und darauf, die digitale Zukunft unseres Ortes gemeinsam zu gestalten.

Denn eines gilt heute mehr denn je: Wer sichtbar ist, wird gefunden. Wer gefunden wird, kann besucht werden.

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