Wir sind seit Jahren dran.
Zwei Personen in der TI betreuen mittlerweile drei Social-Media-Kanäle: REIT IM WINKL, GEMEINDE und RAUSZEIT. Wir produzieren unseren eigenen Podcast, der auf Spotify inzwischen eine gute Hörerschaft gefunden hat und liefern Content auf TikTok, arbeiten mit Meinungsbildnern, Sportlern und Leistungsträgern aus dem Ort zusammen. Das passiert nicht nebenbei, sondern mit Überzeugung, Strategie, Struktur und viel Lernbereitschaft. Das digitale Zeitalter betrifft uns alle und fordert uns seit den rasanten Entwicklungen diverser KI Tools immens. Ob Tourist-Information, Vermietungsbetrieb, Gastronomie, Sportanbieter oder Kreativer: Jeder von uns ist im Netz auffindbar, ob wir wollen oder nicht. Die Frage ist nur, ob wir selbst gestalten, was dort über uns zu sehen ist, oder ob wir es dem Zufall oder den heutigen Maschinen im Netz – also der künstlichen Intelligenz überlassen.
Digitalisierung ist ein Muss, ja alles schön und gut, soweit sind wir uns einig, ABER: diese Welt hat auch eine Schattenseite.
Vor zwei Wochen, genauer gesagt am 22.9. wurde unser Instagram Konto gehackt. Einige von euch bekamen am frühen Morgen von „Mister Beast“ die tolle Nachricht, nur noch einen Klick von 3400 US Dollar entfernt zu sein. Na bravo. Plötzlich ist man mittendrin in einem Cyber-Thriller, in dem es um die konkrete Gefahr geht, tausende Follower zu verlieren und auf den gesamten Kanal nicht mehr zugreifen zu können. Normalerweise verlaufen solche Angriffe nämlich so: Hacker schaffen es auf absurdeste Weise, den Account zu knacken und löschen sofort das bisherige Passwort. Dann werden noch Daten abgegrast und schlussendlich die Daten gänzlich gelöscht. Unser Puls war folglich ab 6 Uhr morgens gut jenseits der entspannten 60 Schläge pro Minute. Schnell war klar, dass wir schnell handeln und uns auf kürzesten Wegen gut und klar miteinander abstimmen mussten. Nach geschwinder Änderung der Passwörter, Neuladen diverser Apps, Einberufung eines außerordentlichen Team Meetings in der TI und Kontaktaufnahme mit dem Datenschutzverantwortlichen aus dem Landratsamt kehrte auch wieder Ruhe ein.
Nachdem es wenige Tage draufhin sogar die BayTM erwischte, können wir rückblickend sagen: unangenehm, aber auch lehrreich das Ganze. Der Angriff wird nicht der letzte gewesen sein, und das gilt nicht nur für uns. Jedes Profil, jede Buchungsseite und jedes Postfach kann ein Ziel sein. Die unbequeme Frage lautet deshalb und diese sollten wir uns alle stellen: Wie gut ist mein digitaler Auftritt eigentlich geschützt? Wer hat Zugriff auf meine Zugänge? Wann habe ich zuletzt ein Passwort geändert? Ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert? Digitale Präsenz ohne digitale Sicherheit ist wie ein schönes Schaufenster mit offener Ladentür ohne Mitarbeiter im Laden. Lange passiert nichts. Lange kann es gut gehen. Aber eines Tages fehlt ein Teil. Oder auch 2. Oder das Schaufenster ist komplett umdekoriert und die Ladentüre zugesperrt. Von innen. Mit neuem Schloss. Doof, oder?