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Neues aus Reit im Winkl

Große Verdienste um den Sozialverband VdK

Besondere Ehrung für Rudi Pertl

Eine besondere Ehrung gab es für Rudi Pertl, den Ehrenvorsitzenden des VdK-Ortsverbands Reit im Winkl. VdK-Kreisvorsitzender Rudi Göbel und Kreisgeschäftsführer Bernhard Oberauer verliehen ihm in der Tourist-Info das Treueabzeichen des VdK Bayern in Gold für 50-jährige Mitgliedschaft. Für die Gemeinde gratulierte Zweiter Bürgermeister Max Weiß und für den VdK-Ortsverband Alois Hipper.
Trotz seiner schweren Behinderung durch Kinderlähmung habe Rudi Pertl immer eine starke Persönlichkeit gezeigt und den VdK-Ortsverband Reit im Winkl viele Jahre intensiv geprägt, um sich für vom Schicksal benachteiligte Menschen einzusetzen, sagte Rudi Göbel. Rudi Pertl war von 1980 bis 2010 Ortsvorsitzender und wurde nach seinem Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Für seine großen Verdienste erhielt er 2014 die silberne Ehrennadel des VdK Deutschland. In Würdigung seiner herausragenden Verdienste um den Sozialverband VdK Bayern übereichte Göbel an Pertl nun die Ehrennadel in Gold mit Urkunde für 50-jährige Mitgliedschaft.
Zugleich würdigte Göbel den Einsatz von Alois Hipper für den Ortsverband. Als einziger sei er nach der bedauerlichen Auflösung der Ortsvorstandschaft 2015 als „Kümmerer“ für Reit im Winkl übriggeblieben und sei ein unverzichtbarer Mitarbeiter. Für seinen Einsatz verlieh er Hipper die VdK-Ehrenurkunde für fünf Jahre Mitarbeit. Für alle Fragen rund um soziale Belange sei der VdK-Kreisverband mit dem hauptamtlichen Kreisgeschäftsführer Bernhard Oberauer jederzeit ansprechbar.
An den zweiten Bürgermeister Max Weiß richtete Göbel die Bitte, dass die Gemeinde dem VdK-Kreisverband Traunstein zur Seite stehe und ihm Persönlichkeiten nenne, die für eine Wiederbelebung des VdK-Ortsverband in Frage kämen. Weiß versprach dies und wies darauf hin, dass die sozialen Belange für die Gemeinde ein großes Anliegen seien und jetzt mit der Einrichtung eines ambulanten Pflegedienstes ein großer Fortschritt zu verzeichnen sei. Ein großes Verdienst habe dabei der Sozial- und Kulturausschuss des Gemeinderats. Er selbst blicke auch auf eine nutzbringende Zusammenarbeit in diesem mit Alois Hipper zurück. sh

Haus für Inobhutnahmestelle jetzt auch in Reit im Winkl

Ulrike Duda, die Leiterin der Inobhutnahmestelle „Litzelau“ in Oberwössen, ist jetzt bei ihrer Suche nach einem zweiten Haus dafür fündig geworden. Sie erwarb vor kurzem von den Bayerischen Staatsforsten das seit 13 Jahren leerstehende alte Forsthaus in Reit im Winkl an der Weitseestraße. Sie und ihre Stellvertreterin Viola Berger sowie der für die Hausleitung vorgesehene Mitarbeiter Peter Best stellten es jetzt Bürgermeister Matthias Schlechter und MdL Klaus Steiner vor.

Die Inobhutnahmestelle Litzelau sei eine private sozialpädagogische Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung in privater Trägerschaft mit dem Schwerpunkt sofortiger vorläufiger Schutzmaßnahmen, sagte Ulrike Duda. „Wir machen es uns zur Aufgabe, in einem möglichst überschaubaren Zeitraum eine Schutzstelle für junge Menschen zu sein. Die Zeit in unserer Einrichtung in Litzelau und künftig auch in Reit im Winkl dient der umfangreichen Abklärung und der Entwicklung von individuell auf das Kind nächstfolgenden Lebensperspektiven.“

Sie und ihre Mitarbeiter führten die Gäste durch das Haus und gaben Auskunft über die geplante künftige Nutzung der einzelnen Räume. Nach der jetzt anstehenden grundlegenden Renovierung und Einrichtung hoffe sie, im Oktober oder November mit dem Betrieb beginnen zu können. In Litzelau seien neun Kinder im Alter von einem bis zu zehn Jahren untergebracht, für Reit im Winkl seien ebenfalls neun Kinder im Alter von acht bis 17 Jahren vorgesehen. Die durchschnittliche stationäre Verweildauer der Kinder betrage drei Monate. Wie derzeit in Oberwössen seien auch in Reit im Winkl zehn Mitarbeiter für die Betreuung geplant.

Der Traunsteiner Stimmkreisabgeordnete im Landtag, Klaus Steiner (CSU), bezeichnete die Inhobhutnahmestelle als äußerst wichtige und nützliche Einrichtung. Auch hier im ländlichen Raum gebe es soziale Brennpunkte, wo Kinder und Jugendliche dringend auf Hilfe von außen angewiesen sind und zeitweise in Obhut genommen müssen. Als forstpolitischer Sprecher seiner Fraktion im Landtag und Beirat der Bayerischen Staatsforsten habe er auf die Bitte von Ulrike Duda hin gerne Kontakt mit diesen aufgenommen und die Vermittlung für den Verkauf des ehemaligen Forsthauses übernommen.

Wie Steiner bedankte sich auch Bürgermeister Matthias Schlechter bei Frau Duda und ihren Mitarbeitern für ihren überaus wertvollen Dienst an hilfebedürftigen Kindern und ihren Familien. Für Reit im Winkl sei es von unschätzbarem Wert, ein solch nützliches Haus im Ort zu haben. sh

Ein wertvoller Handlungsleitfaden zur Ortsgestaltung

Ausstellungseröffnung zum ISEK im Kurpark

„Wir haben in den vergangenen zwei Jahren aktiv in Reit im Winkl mit Bürgern, Gemeinderat und Verwaltung gearbeitet und jetzt mit dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept einen zusammenfassenden Handlungsleitfaden erstellt.“ Dies sagte die Stadtplanerin Vanessa Dörges vom Büro Schirmer Architekten + Stadtplaner aus Würzburg/München bei der Ausstellungseröffnung zu diesem ISEK im Kurpark.
Bürgermeister Matthias Schlechter erinnerte an die erste Zusammenkunft mit dem Büro Schirmer in Form eines gemeinsamen Spaziergangs einer kleinen Gruppe des Gemeinderats durch den Ort im September 2019. Im darauffolgenden Dezember habe im Festsaal die Auftaktveranstaltung für dieses ISEK in Form einer Bürgerwerkstatt stattgefunden. Die Besucher hätten dabei aktiv von ihrem Mitspracherecht Gebrauch gemacht.
Es habe gemündet in einer Lenkungsgruppe, bestehend aus Gemeinderat, Verwaltung und Büro Schirmer. Stärken, Schwächen und Verbesserungsmöglichkeiten seien von dieser dann eingehend erörtert worden. Das Ergebnis in Form des ISEK werde bei dieser Ausstellung vorgestellt, diese sei dann auch bis einschließlich Freitag, 30. Juli, im Rathaus während der allgemeinen Öffnungszeiten zu sehen.
„Das ISEK ist ein wertvoller Handlungsleitfaden als Grundlage für die Förderung von Maßnahmen zur Ortsgestaltung in Reit im Winkl für die nächsten zehn bis 15 Jahre“, sagte Bürgermeister Schlechter. Der nächste Schritt sei jetzt der Beschluss einer Sanierungssatzung durch den Gemeinderat. Er bedankte sich beim Büro Schirmer für sein erfolgreiches Engagement und bei den ihre Ideen einbringenden Bürgern.
Stadtplanerin Vanessa Dörges sprach ebenfalls von einer sehr guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde und bedankte sich für den erteilten Auftrag zur Erstellung des ISEK. Sie wies auf die zehn vorhandenen Stellwände bei dieser Ausstellungseröffnung hin, zu denen sie im Anschluss gerne für Auskünfte bereit sei. Die Besucher regte sie dazu an, sich in das aufliegende Gästebuch einzutragen und dabei die Möglichkeit für einen Kommentar zur Ausstellung zu nutzen.
Der Trachtenverein „Dö Koasawinkla“ sorgte mit Getränken und Grillfleischsemmeln für das leibliche Wohl der Besucher.

Die Onlineausstellung finden Sie unter diesem Link: https://nextcloud.schirmer-stadtplanung.de/index.php/s/NzJmtDy8PJagYNo

Nach langjährigem Dienst für den Ort

Bürgermeister verabschiedete Dr. Matthias Schinkel

Mit einem großen Dank verabschiedete Bürgermeister Matthias Schlechter im Rathaus den langjährigen Reit im Winkler Arzt Dr. Matthias Schinkel. Dieser hatte am 1. Oktober 1982 im Haus Clerico die Praxis von seinem Vorgänger Dr. Ulrich Knapp übernommen und übergab jetzt am 1. April sein Amt in der Facharztpraxis zusammen mit Dr. Thomas Behr an seine Nachfolgerin Dr. Nicole Fahrngruber.
Bürgermeister Schlechter würdigte auch die vielen neben seiner Arztpraxis ausgeübten Tätigkeiten von Dr. Schinkel. So war dieser seit 1982 auch Kolonnenarzt beim BRK, Vereinsarzt beim Wintersportverein Reit im Winkl und übte bis 1987 zusätzlich die Notarzttätigkeit aus. Lange Jahre nahm er auch alle Vorsorgeuntersuchungen für Kinder vor. Schinkel würdigte rückblickend auch die außerordentlich gute Zusammenarbeit mit dem langjährigen Reit im Winkler Pfarrer Edmund Bargon.
„Für den intensiven 39 Jahre langen Dienst für den Ort und für die ganze Bevölkerung spreche ich Dr. Schinkel den großen Dank der Gemeinde aus“, sagte Bürgermeister Matthias Schlechter und verabschiedete ihn mit den besten Wünschen für die Zukunft. Dabei sei er immer offen gewesen für ein menschliches Gespräch und die persönliche hausärztliche Betreuung. Er habe viele Notfallsituationen bewältigt und sei stets Tag und Nacht erreichbar gewesen. sh

„Betreuung Persönlich“ jetzt auch in Reit im Winkl

Startschuss für innovativen ambulanten Pflegedienst

Die Gemeinde Reit im Winkl geht neue Wege, um die Versorgung von Senioren vor Ort sicherzustellen. Zusammen mit „Betreuung Persönlich“, einem Betreuungs- und Pflegdienst, der in Anlehnung an das innovative Buurtzorg-Modell (Buurtzorg bedeutet Nachbarschaftshilfe) arbeitet, bietet ein Team von qualifizierten Betreuungs- und Pflegekräften aus Reit im Winkl nun liebevolle häusliche Betreuung und Pflege für ältere Bürger aus Reit im Winkl und Umgebung.
Dr. Richard Spies und Michael Stadler von „Betreuung Persönlich“ sowie Bürgermeister Matthias Schlechter, dritte Bürgermeisterin Dr. Sabine Wörnle und Geschäftsleiterin Christine Zaiser von der Gemeinde Reit im Winkl stellten im und am Rathaus das Konzept für Reit im Winkl vor und gaben somit den Startschuss dafür.
„Nach einem Aufruf in der Gemeindezeitung konnten vier Mitarbeiter aus unserer Gemeinde gewonnen werden, die sich künftig als selbständiges Team in und um Reit im Winkl um die aktivierende Betreuung oder Pflege von Senioren kümmern“, sagte dritte Bürgermeisterin Dr. Sabine Wörnle, die auch Vorsitzende des Sozial- und Kulturausschusses der Gemeinde ist. Das Ziel sei es, Senioren dabei zu unterstützen, möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in ihrer häuslichen Umgebung zu führen. Interessant sei dabei, dass auch Physiotherapie in dieses Modell eingebunden werden könne.
„Besonders am Herzen liegt allen Beteiligten auch die Entlastung von pflegenden Angehörigen, die oft unter enormer Dauerbelastung stehen und jetzt auf die Unterstützung unserer Mitarbeiter zählen können“, ergänzte Dr. Richard Spieß, der Gründer und Geschäftsführer von Betreuung Persönlich mit Sitz in Übersee. Das Team Reit im Winkl biete eine stundenweise, ganzheitliche Betreuung und Pflege aus einer Hand. Dabei kümmere sich ein erfahrener Mitarbeiter jeweils verantwortlich um einen Kunden. Mit Ausnahme von Urlaub und Krankheit sei immer dieselbe Betreuungsperson vor Ort.
„Darüber hinaus wird auch eine Beratung zu allen Fragen der Pflege und die Durchführung der von der Pflegekasse vorgeschriebenen Beratungseinsätze vor Ort angeboten“, so Dr. Spies. Eine hohe Selbständigkeit der Mitarbeiter sei zentrales Element des Konzeptes. Der Mitarbeiter entscheide vor Ort, was benötigt wird und was zu tun ist. Unterstützung biete bei Bedarf die verantwortliche Pflegekraft von Betreuung Persönlich. Übernommen werde auch die Abrechnung mit den Kranken- und Pflegekassen, die Fortbildung der Mitarbeiter und die Verwaltung.
Der Dank von Dr. Spies ging an Bürgermeister Matthias Schlechter dafür, dass die Gemeinde seinen Mitarbeitern ein Büro im Rückgebäude des Rathauses, das sogenannte Georg Weber Stüberl, zur Verfügung stellt. Ebenso bedankte er sich bei der dritten Bürgermeisterin Dr. Sabine Wörnle und bei Geschäftsleiterin Christine Zaiser für ihre umfangreichen Vorbereitungsarbeiten zur Verwirklichung dieses Pflegekonzepts in Reit im Winkl.
Geschäftsführer Dr. Spies stellte Michael Stadler als stellvertretenden Pflegedienstleiter des Teams Reit im Winkl von Betreuung Persönlich vor, ebenso die weiteren Mitglieder, die examinierte Altenpflegerin Bettina Klein und die Erzieherin und Betreuungskraft Gertrud Petersen. Diesem gehören dazu noch die examinierte Krankenschwester Marlies Huber, die Demenzhelferin und Betreuungskraft Susanne Zink sowie die Pflegefachkraft Lukas Utzmeier als Coach an. sh

Weitere Informationen finden Sie unter https://betreuung-persoenlich.de/teams/team-reit-im-winkl/

 

1.500-Euro-Spende als Dankeschön an das BRK

Für den Betrieb des Testzentrums am Festsaal in Reit im Winkl wollten sie sich bedanken: Heinz Ritzer, Geschäftsführer von Halton (links) mit einer Spende über 1.000 Euro und Reit im Winkls Bürgermeister Matthias Schlechter mit 500 Euro (rechts). Der Kreisverband Traunstein des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) hatte von Mitte März bis Ende Juni diesen Jahres an die 2.000 Tests in Reit im Winkl abgenommen. Dies erleichterte vor allem vielen Pendlern der Reit im Winkler Firma Halton als größten Arbeitgeber im Ort mit knapp 170 Mitarbeitern die täglichen Mühen des Testens.

Ritzer und Schlechter waren sich schnell einig, mit einer Spende ihre Wertschätzung für die Arbeit der Rotkreuzler zu zeigen – zur Freunde von BRK-Kreisgeschäftsführer Andreas Richter (Zweiter von links) und Thorsten Brandstätter, Leiter Zentrale Dienste beim BRK (Zweiter von rechts).

Text: Siemers

Innenentwicklung in den Achental-Gemeinden schreitet weiter voran

Im Rahmen der Sondersitzung der Bürgermeister und der Geschäftsleitung der neun Ökomodell Achental Gemeinden gab es neue Impulse zur Weiterentwicklung des Innenentwicklungskonzepts „Innen satt Außen“.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des Ökomodell Achental e.V.

Ehrung und Verabschiedung von Stefan Bichl

nach 38 Jahren als Feldgeschworener

Stefan Bichl war seit Juli 1983 insgesamt 38 Jahre als Feldgeschworener im Ehrenamt für die Gemeinde Reit im Winkl tätig. Der Leiter Steff war jederzeit griffbereit und immer zuverlässig zur Stelle. Erster Bürgermeister Schlechter bedankte sich bei ihm für die geleistete Arbeit mit einem Geschenkkorb und wünscht ihm Gesundheit und Alles Gute für die Zukunft.

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